Der Neue Wiener Kreis als soziales Gehirn

In diesem Artikel zeige ich ihnen theoretisch und praktisch wie man aus einer Gruppe Menschen ein soziales Gehirn macht.

1.) Braucht man ein Netzwerk an Personen. Und zwar eine Gruppe die für den gewünschten Bereich schon möglichst viele Kompetenzen durch die einzelnen Mitglieder gewährleistet. Deshalb gibt es schon zu Beginn hier beim Neuen Wiener Kreis (NWK), gewisse Selektionskriterien bei der Aufnahme: https://www.neuerwienerkreis.org/2021/03/das-noetige-kompetenzprofil-um-dem-kreis-beizutreten/

2.) Sie müssen die Personen hochgradig vernetzen und alle mit allen bekannt machen. Jeder darf und soll mit jedem anderen sprechen. Diese Kommunikation führt hiernach auch zur Bildung einer bestimmten
Kultur. Kultur kann man nicht einfach machen. Man muss sie entstehen lassen. Und genau das tut man, wenn man die Leute kommunikativ vernetzt. Eine gemeinsame Kultur entsteht durch miteinander geteilte kommunikative Prozesse.

Informationen über die möglichst hochgradige technische Vernetzung aller Mitglieder im NWK entnehmen sie dem Artikel über die technische Infrastruktur des NWK: https://www.neuerwienerkreis.org/2021/03/technische-infrastruktur-des-vereins/

3.) Nach der starken Vernetzung der jeweiligen Gruppe müssen technische Einrichtungen zu Verfügung stehen um eine hohe Kommunikationsrate und vor allem Spontanaktivität zu fördern.
Derzeit ist dazu eine modulare IT-Infrastruktur im Aufbau. https://neuerwienerkreis.org/nwk-intern.

4.) Nachdem das Netzwerk also erstmal so dahin-läuft, ist es noch keineswegs besonders intelligent.
Die Intelligenz wird erst durch eine Bewertungsebene gewährleistet. In der ersten Phase werden aus einem Netzwerk von maximal ein paar hundert, oder eher ein paar Dutzend Teilnehmern, ein innerer Kern/Kreis/Zirkel (Core-Team) gebildet; wobei von den Teilnehmern höchstmögliche Kompetenz abverlangt werden muss. Freunderlwirtschaft wirds bei uns nicht geben. Es zählt das Engagement-, Leistungs- & Kompetenzprinzip.

Attribute für Personen im inneren Kreis – der drei bis maximal 12 Personen umfassen wird:

.) Neutralität.
.) Mäßigung und Demut.
.) Fachliches Know-how.
.) Teamfähigkeit
.) Technikaffin, weil unsere Infrastruktur im vollen Umfang benutzt werden soll.
.) Aktive Persönlichkeit – Aktive Mentalität im Umgang mit den anderen.
.) Loyal, Verschwiegen, Fair, Diplomatisch und sein Ego unter Kontrolle haben.
.) Akzeptieren das man die primäre Aufgabe hat; zwischen Wahr/Unwahr zu unterscheiden.
.) Man ist kein politischer Aktivist, kein Moralapostel, kein Apologet (außer gegenüber dem Wahren), kein Lobbyist, Heuchler etc.

5.) Der innere Kreis wird erst einmal die Haupt-Bewertungsebene sein. Später wenn das Netzwerk größer wird kann der innere Kreis z.B. dreigeteilt werden, wobei die Kernaufgaben bei der Bewertung unter den dreien z.B. in den Kategorien: Physik ((Natur-)Wissenschaften), Logik (Mathematik), Ethik(Philosophie) aufgeteilt werden könnten.

( Das die Teamgröße auf maximal 12 Personen beschränkt ist, hat technische und netzwerktheoretische Gründe. Größere Netzwerke können kein <Jeder-redet-mit-Jedem> mehr gewährleisten. Damit können sie auch keine homogene interne Kultur ausbilden. Was in unserem Fall sehr-sehr schlecht wäre. )

Und Vorsicht. Netzwerke sind unglaublich innovativ, aber völlig unfähig, Umsetzungen zu gestalten oder zu bewerkstelligen. Das können Netzwerke einfach nicht. Darum scheitert ja jede basisdemokratische Bewegung früher oder später und das ausnahmslos. Nichts gegen Demokratie. Nichts gegen Basisdemokratie. Aber man muss deren Stärken aber auch deren Grenzen kennen. Sonst ist das Scheitern vorprogrammiert.

Für Umsetzungen im NWK braucht es also auch auf lange Sicht ein paar Leute die mehr Macht haben als es einfachen Mitglieder gegeben ist, um z.B. Änderungen in der technischen Infrastruktur zu bestimmen und ganz konsequent umzusetzen. Ein <Primus inter pares> wird auch uns derzeit nicht erspart bleiben.
( Wenn sie Umsetzungen wollen wird ihnen Basisdemokratie immer wieder mit sofortiger Wirkung das Genick brechen. )

6.) Wir haben also hohe Vernetzung, die Möglichkeit hoher Spontanaktivität, zahlreiche Kommunikationsmöglichkeiten und eine Bewertungsebene.
Und genau das ist das soziale Gehirn, von dem ich spreche. Das ist ein Netzwerk aus Menschen die gegenüber jeder Einzelintelligenz eine übersummative Intelligenz zu erzeugen in der Lage sein wird.

Gezeichnet: Bernhard Freismuth.

P.s.: Die Entscheidungs- und Bewertungsebene erst einmal über einen engen Personenkreis von 3-12 Personen laufen zu lassen ist als Funktion (Prozessmuster) des sozialen Gehirns in Entwicklung – kaum zu ersetzen. Im Endausbau wird aber auch die Bewertung durch das gesamte, möglichst kompetente Netzwerk, geregelt. Und zwar mit einer technischen Lösung die man heute unter Brainstorming-Software, Kollaborationssoftware oder Moderations-Software kennt.

Hier ein kurzes Video über eine solche Moderations-Software. Das Video ist ein Werbevideo einer erstklassigen und seriösen Beraterfirma in Bremen mit dem Namen: NextPractice. Die Software läuft so gut das man damit mittlerweile viele hundert Teilnehmer problemlos gleichzeitig vernetzen kann. Danach wartet man einfach ab was dabei herauskommt. ( https://nextpractice.de/nextmoderator/ )

(Ähnliche Software mit kongruenter Funktionalität gibt es allerdings mittlerweile eine Menge. NextPractice hat sich jedoch in den letzten 25 Jahre, hoch-kooperativ gegenüber wissenschaftlichen, universitären und akademischen Projekten gezeigt. Gut möglich, dass wir hier eine für beide Seiten prosperierende Zusammenarbeit zustande bringen. Wenn nicht, wie gesagt: Es gibt mittlerweile eine große Auswahl an Software, die in der Lage ist, übersummative Intelligenz aus vernetzten Menschengruppen herauszuarbeiten.

https://www.neuerwienerkreis.org/wp-content/uploads/2021/04/nextmoderator®-nextpractice-GmbH.mp4
Nextmoderator-Software

—Ende—